SGS LogoSGS Amberg Tischtennis  
 

Kreisenzelmeisterschaften 2009 in Hirschau

Der gestrige triste Sonntag hat auch mich veranlasst meinen Körper von der Couch in Richtung Hirschau zu bewegen.

Wir waren in der C-Klasse 12 Teilnehmer in 4 Gruppen. Als ich Munker, Herberg, Lippl Stefan sah hatte ich noch keine Meinung wie der Tag verläuft. Also erst einmal einspielen mit dem Etzelwanger  
Wagner. Er spielte einen Anti auf der Rückhand und bekam keinen Ball von meinen Noppen zurück.
Ich war erstaunt. War ich an dem Tag so gut oder er evtl. zu schlecht. Ich fing an mir langsam eine Meinung zu bilden. Vielleicht zwar nicht über mein Spiel, aber ob ich mir jetzt schon ein Bier holen sollte.

Es war mittlerweile 10.30 Uhr und gegen einen Sonntagsfrühschoppen hatte ich nichts einzuwenden. Nein, ich war ja zum Tischtennis spielen hergekommen. Also kein Bier sondern da gehen wir erst einmal eine rauchen. Kann nie verkehrt sein, wenn man seine Nerven beruhigt. Mein Minimalziel war es die Gruppenphase zu überstehen. In meiner Gruppe war Lang, Hirschau und Birner, DJK Amberg.
Ein machbare Aufgabe dachte ich. Erstes Spiel gegen Lang. Motiviert und leicht durstig ging ich an die Platte. Nach kurzem einspielen ging es endlich los. Da ich gegen Lang noch nicht gespielt habe, wußte ich nicht was auf mich zu kam. Aber das einzige was auf einen zu kam war ich bzw. für Lang eine Begegnung der andern Art mit meinen Noppen. Lang war recht verzweifelt und beim Stand 9:0 für mich freute er sich wie ein Schneekönig über seinen ersten Punkt. Ich gönnte es ihm, aber ich war immer noch durstig irgendwie. Ich gewann klar 3:0 und bedankte mich artig. Jetzt glaubte ich, das nach dem anstrengenden Spiel ich meinem Körper unbedingt Elektrolyten zuführen muss. Also musste ein Hirschauer Bier her. Etwas warm aber was tut man nicht für seinen Körper. Nach einer Pause und etlichen Zigaretten zur Nervenberuhigung ging es ins zweite Einzel gegen Martin Birner. Wir gingen uns erst einmal ein Bier holen und gingen wie auch anders zu erwarten eine rauchen. Aber irgendwann mussten wir auch TT spielen. Ich hatte nach zwei Bier eine gelöste Einstellung zum Spiel. Der erste Satz ging wie geplant an mich und den zweiten spielte ich etwas unmotiviert in der Annahme das geht von selbst. Irrtum, Martin wollte mich ärgern und gewann den zweiten Satz. Ich war auf einen Schlag nüchtern und  motiviert. Ich gab Gas und ich war bereit meine Rückhand zu umlaufen. Ihr wisst was das heißt wenn ich bereit bin meine Rückhand zu umlaufen. Ich wollte jetzt kurzen Prozess mit Martin machen. Dies gelang mir auch  und ich gewann mit 3:1 Sätzen. Martin wollte mir zum Sieg direkt ein Bier ausgeben, aber ich musste aus verkehrstechnischen Gründen leider ablehnen.

Geschafft, Minimalziel erreicht. Jetzt erwartet mich im Viertelfinale Stefan Lippl. Seine Mutter, die ebenfalls dort war sagte zu mir vor dem Spiel das  ich mich anständig verhalten soll. Ich bin immer anständig, aber meine Noppen oftmals nicht. Es war ein hart umkämpftes Match. Stefan griff aus allen Lagen an und brachte mich an meine Grenzen. Im fünften Satz ging ich schnell mit 5:1 in Führung. Stefan ist noch relativ jung und seine Nerven wurden immer schlechter gegen Ende des Satzes. Hier konnte meine Erfahrung punkten und ich gewann den fünften Satz. Wenn Stefan noch etwas mehr Erfahrung hat ist er recht gefährlich. Also am Samstag nicht unterschätzen!

Halbfinale erreicht, aber gegen wen? Herberg gegen Deiler hieß die Partie. Da war doch was? Ach ja am Freitag habe ich mit 3:1 gegen ihn verloren. Schluck! Stichwort Schluck. Ich gönnte meinem Körper ein drittes Bier aus medizinischen Gründen. Herberg hatte zuvor gegen Römer gespielt und durch das ewige anreißen tat seine Schulter weh. Dies erzählte er mir beim rauchen. Zu dem Zeitpunkt stand aber noch nicht fest das wir gegeneinander spielen mussten. Das Spiel begann und es verlief recht ausgeglichen. Ich konnte Herberg in der Rückhand halten. Im Gegensatz zum Freitag war Herberg nicht bereit seine Rückhand zu umlaufen und Druck zu machen. Ich konnte Ihm mein Spiel aufdrängen. Beim Seitenwechsel zum 2:1 für mich meinte er das ich keine Rücksicht auf seine Schulter nehmen sollte. Ich versicherte ihm das dies bestimmt nicht der Fall ist und er mich doch bitte fertig machen sollte. War ich jetzt masochistisch veranlagt oder überheblich? Ich weiß es nicht, aber vielleicht ein wenig von beide,. Mein Spiel ist es eh über die Rückhand des Gegners und nicht über die Vorhand. Soweit so gut, ich glaube das meine Äußerungen beim Satzwechsel auch nicht unbedingt dazu beigetragen das Herberg besser spielte. Schade, war nicht meine Absicht. Ehrlich! Ich gewann 3:1 und war im Finale.

FINALE OLE FINALE. Wir fahren nach Berlin. Äh, ich verwechsle da wohl was. Es ist nicht Berlin sondern Hirschau und ich muss gegen den Rosenberger Munker spielen. Ich hatte, glaube ich noch nie gegen ihn gespielt. Schauen wir mal was da so abgeht. Beim Einspielen konterten wir recht flott mit der Vorhand und ich war guter Dinge. Aber was war das? Beim Rückhand Einspielen haute er mir die Bälle um die Ohren mit Topspin und Schuss. Ich hatte kein gutes Gefühl das ich das Match gewinnen konnte. Mein Gefühl betrog mich nicht. Munker machte was er wollte mit meinen Noppen. Ich konnte mich zwar wehren, aber ein klarer Sieg in drei Sätzen für Munker ließ sich nicht vermeiden.

Ich bin Zweiter geworden und ich war doch recht zufrieden mit meiner Leistung. Jetzt ging es zur Siegerehrung. Die Hirschauer hatten keine Kosten und Mühen gescheut und ein Siegertreppchen gebastelt. Da ich dies betreten musste um meine Medaille und Urkunde entgegen zu nehmen sah ich das Ganze recht skeptisch ob mich das Podest trägt. Fleischmann versicherte mir das das Treppchen stabil ist. Nach kurzem Test mit 50% meines Gewichts begab ich mich todesmutig auf das Selbige und nahm die Ehrung entgegen. Fotos wurden von Günter Bauer gemacht und stehen bald vielleicht im Internet.

Ich hoffe ich konnte Euch einen kurzen Einblick über die Kreismeisterschaften Herren C geben. Ich habe nicht vergessen über das Doppel zu schreiben, denn aus meiner Sicht war dies nicht erwähnenswert. Ich verlor mit Wagner aus Etzelwang gegen Birner/ ? DJK Amberg.

 

 

Passwort vergessen?
2009-10-18 17:38:10  |  sgs-amberg-tischtennis.de  |  Alle Rechte vorbehalten.  |  Impressum  |  Druckversion