Gespannt waren wir schon, was uns in Hahnbach erwartet. Und ob wir überhaupt komplett antreten konnten, klärte sich erst am Spieltag selbst: Markus Schneider fühlte sich schon am Donnerstag wieder einigermaßen fit. Zusammen mit Ralf ist er am Freitag nach Regensburg gedüst, wo dann hoffentlich Viktor Schober aus Wien eintreffen sollte. Die Zugverspätung fiel mit 15 min gnädig aus, so dass die drei dann sich direkt auf den Weg nach Hahnbach machten. Zeitgleich bereiteten sich dann Viktors bessere Hälfte, Thomas Krapf, Alois Raab und Wolfgang Jedich intensiv im Parapluie mit Kellerbier, Weizen und Kaffee vor. Zeitgleich trafen wir in Hahnbach ein, so dass schon auf dem Parkplatz eine deutlich positive Grundstimmung herrschte, die wir auch mehr oder weniger lautstark zum Ausdruck brachten.
In der schönen neuen Doppelturnhalle wurden wir mit einem Extra-Schild "SGS-Siemens" als Gäste herzlich willkommen geheißen. Das letzte Duell lag ja schon Jahre zurück. Der SV Hahnbach musste auf seine Nummer 2 Fabian Plach und Nummer 5 Jürgen Wagner verzichten und stellte dafür Martin Hirmer und Christian Jendretzke auf.
Für uns gab es keinen Grund die Doppelpaarungen umzustellen nach dem 3:0 gegen TV. Was soll ich groß schreiben: Viktor und Thomas spielten bärenstark gegen Josef und Simon Bauer und drehten nach 0:2 Satzrückstand das Spiel und setzten sich knapp in allen Sätzen knapp mit 11:9 durch. Ralf und Wolfgang hatten es mit Tobias Moser und Dirk Jagusch zu tun und erst nachdem Ralf einige ernste Worte mit Wolfgang gewechselt hatte - fuhren die beiden ebenfalls erst im 5. Satz den verdienten Sieg ein. Alois und Markus machten mit den beiden Ersatzspielern Martin Hirmer und Christian Jendretzke nicht viel Federlesen und fügten den beiden die 2. Niederlage zu. Schon stand es wieder 3:0 - ein Superstart.
Und fast hätte Viktor Schober das 4:0 eingefahren. Sehenswerte Konterduelle zweier starker Rückhandspieler mit aus unserer Sicht leider besserem Ausgang für Tobias. Das 0:3 hätte auch 3:1 heißen können, hat es aber nicht. Josef Bauer hat gegen Ralf Deiler 10 Punkte gemacht - in drei Sätzen. Ja, ja die langen Noppen und Ralf wird im Laufe dieser Saision auch hier im gefährlicher. Er musste ja wieder die Beläge wechseln, da die alten verboten wurden - hatte da etwa jemand bei Ralf zugeschaut ;-).
Gegen den jungen Simon Bauer musste Alois sich mächtig ins Zeug legen. Ein tolles, spannendes Match mit Konterduellen, extrem knappen Satzausgängen und dem besseren Ende für Alois (11:13, 14:12, 9:11, 11:8, 9:11). Alois war schweißgebadet und das eine oder andere Kellerbier wieder verdunstet. Aber Alois hatte natürlich Ersatz mit. Wolfgang Jedich meinte diesmal im zweiten Satz eine Auszeit nehmen zu müssen, gewann dann aber doch recht mühelos gegen Dirk Jagusch mit 3:1. Auch Dirk verzweifelte wie so manch anderer an Wolfgangs Aufschlägen.
So ganz fit war Markus Schneider dann wohl doch noch nicht. Gegen Martin Hirmer gab es eine eigentlich nicht einkalkulierte Niederlage. Da fehlte das letzte Quäntchen Konzentration und Kondition um die 11-Meter, die Markus sich herausgearbeitet hat, auch dann noch zu verwandeln. Beim entscheidenden Ball fiel er zu oft in den Rücken und schon ging der Ball jenseits der Grundlinie nieder. So konnte Markus nur den ersten Satz für sich entscheiden und es stand am Ende 1:3. Thomas Krapf spielte mal wieder Digital-Tischtennis. Diesmal gegen Christian Jendretzke. Was in der letzten Woche im TV-Duell gegen Daniel Kiener daneben ging, ging diesmal drauf. Kompromisslose Top Spin stellten Christian vor unlösbare Aufgaben und schon hieß es 3:0 für Thomas.
Aus der 3:0 Führung durch die Doppel wurde nun nach 4 Einzelsiegen ein 7:2 nach dem Ende des ersten Durchgangs. Verwundert rieben wir uns die Augen - Mensch, waren wir gut drauf!
So gab es dann auch im Spitzenduell zwischen Ralf Deiler und Tobias Moser nur ein Aufbäumen im ersten Satz. Dort führte Tobias schon mit 6:1 und machte bis dahin mit Ralfs Noppen-Bällen, was er wollte. Als ob jemand einen Schalter umgelegt hatte, lief danach aber nichts mehr. Zermürbt spielte Tobias nach einem verlorenen 10:12 im ersten Satz das 0:3 zu Ende. Viktor Schober legte sich Josef Bauer nach allen Regeln der Kunst zurecht. Mit einem variablen Angriffsspiel bestehend aus weichen Top Spin oder auch harten Rückhandbällen zwang er Josef Bauer zu erheblichen Laufleistungen: Zunächst weggedrängt vom Tisch, wo sich Josef eigentlich mit seinem Verteidigungsspiel wohl fühlt, musste er ein ums andere Mal schnell an den Tisch um so einen gut und klug platzierten Stoppball zu retournieren. Nach dem dritten Satz und einem 1:2 Rückstand hatte Viktor das Katz und Mausspiel perfektioniert, so dass dann Satz 4 und 5 klar an Viktor gingen.
Mit einem nicht erwarteten 9:2 Erfolg fuhren wir wieder nach Amberg, ließen diesmal die Analyse bei Luigi sausen. Am Montag, den 30.11. geht es dann gegen Schmidmühlen - ein weiterer harter Brocken. Aber wenn wir komplett sind, dann ...

